Gruppenfoto 23. Niedersächsisches Ernährungsforum in Hannover

23. Niedersächsisches Ernährungsforum „Fit im Alter 4.0 : Ernährung – Bewegung -Immunsystem“ in Hannover:

Gesund alt werden und eine möglichst hohe Lebensqualität lange zu behalten, ist der Wunsch vieler Menschen in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Körperliche Aktivität in jeglicher Form und eine gute Versorgung an Nährstoffen durch eine vielseitige und ausgewogene Ernährung helfen dabei. Das war ein Fazit des mit 130 Teilnehmenden gut besuchten 23. Niedersächsischen Ernährungsforums „Fit im Alter 4.0: Ernährung – Bewegung –Immunsystem“ am 6. November 2019.

Nach den Grußworten des Gastgebers Dr. Hendrik Langen, Leiter der Akademie des Sports, von Carola Sandkühler als Vertreterin des Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und Leiterin des Referats Ernährung, Hauswirtschaft und Landfrauen sowie von Dr. med. Wolfgang Lensing aus dem Vorstand der Ärztekammer Niedersachsen stand zunächst im Fokus, welche immunregulatorischen Effekte körperliche Aktivität auf das Alter hat.

Prof. Dr. Karsten Krüger, Institut für Sportwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen, Informierte darüber, dass entzündliche Prozesse bei älteren Menschen vermehrt auftreten, da das Immunsystem weniger aktiv ist. Die Symptome einer auftretenden Immunseneszenz (fortschreitende Funktionsabnahme des Immunsystems) können durch Bewegung und einen gesunden Lebensstil reduziert werden. Einen anti-entzündlichen Effekt haben ebenfalls eine kalorienbilanzierte Ernährung mit guter Versorgung an Mikro- und Makronährstoffen, Schlaf und ein guter Umgang mit Stress.

Wie ältere Menschen in Niedersachsen mehr Impulse für mehr Bewegung erhalten können, zeigte Nina Panitz vom LandesSportBund (LSB) Niedersachsen anhand des Projektes „Aktiv & gesund älter werden“ des LSB Niedersachsen  in Kooperation mit der AOK Niedersachsen. Das Projekt verfolgt das Ziel, kommunale Netzwerke sowie zielgruppengerechte niedrigschwellige Angebote der Bewegungs- und Gesundheitsförderung für ältere Menschen zu etablieren und deren Nachhaltigkeit sicher zu stellen. In Steuerungsgruppen arbeiten Akteure des Sports mit Kommunen und Krankenkassen zusammen, um insbesondere ältere Menschen, die bislang keinen Zugang zu den Bewegungs- und Gesundheitsangeboten der Sportvereine, Krankenkassen und Kommunen haben, zu erreichen. Die bisherigen Standorte sind Hameln, Verden, Uelzen, Vechta, Bersenbrück und Lilienthal. Weiter konnten die Teilnehmer den Alltags-Fitness-Test (AFT) ausprobieren, mit dem die alltagsrelevante Fitness älterer Menschen geprüft wird und der ein Element des Projektes sein kann. Materialien und Informationen dazu stellt der LSB Niedersachsen auf seiner Webseite zur Verfügung.

Prof. Dr. Rainer Wirth von der Ruhr-Universität Bochum erläuterte in seinem Vortrag den Zusammenhang von Gewichtsverlust im Alter, Bewegung und Sterblichkeit.  Bereits eine Abnahme des Gewichts von 1,5 kg pro Jahr ist ein eigenständiger Risikofaktor für eine erhöhte Mortalität, unabhängig von konsumierenden Erkrankungen. Verloren geht vor allem Muskelmasse, was gravierende Folgen im Alltag und einen Verlust an Autonomie hat. Dem kann z. B. durch Bewegung auch in niedrigschwelliger Form entgegengewirkt werden. Nach Prof. Wirth ist das alleinige Aufstehen von einem Stuhl die Schlüsselfähigkeit für ein selbstständiges Leben, da beim Aufstehen vom Stuhl viel Kraft in den Oberschenkelmuskeln aufgebracht werden muss. Ist diese nicht vorhanden, kann sich schwieriger stabil und selbstständig fortbewegt werden. Trinknahrung und proteinreiche Shakes können einer Mangelernährung und Muskelmasseverlust z. B. durch bettlägerige Krankenhausaufenthalte entgegenwirken. „Mangelernährung hat viele Ursachen und muss spezifisch therapiert werden“,  bilanzierte Prof. Wirth.

Gesund alt werden und eine möglichst hohe Lebensqualität lange zu behalten, ist der Wunsch vieler Menschen in einer Gesellschaft, die immer älter wird. Körperliche Aktivität in jeglicher Form und eine gute Versorgung an Nährstoffen durch eine vielseitige und ausgewogene Ernährung helfen dabei, das war ein Fazit des 23. Niedersächsischen Ernährungsforums „Fit im Alter 4.0: Ernährung – Bewegung –Immunsystem“ am 6. November 2019, zu dem 130 Teilnehmer nach Hannover gekommen sind.

Nach den herzlichen Grußworten des Gastgebers Dr. Hendrik Langen, Leiter der Akademie des Sports, Carola Sandkühler als Vertreterin des Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und Leiterin des neuen Referats Ernährung, Hauswirtschaft und Landfrauen sowie Dr. med. Wolfgang Lensing aus der Ärztekammer Niedersachsen war zunächst die Frage, ob körperliche Aktivität immunregulatorische Effekte im Alter hat.

Prof. Dr. Karsten Krüger, Institut für Sportwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen, bestätigte diese Wirkung und deren besondere Relevanz im Alter.  Entzündliche Prozesse treten bei älteren Menschen vermehrt auf, gleichzeitig ist das Immunsystem weniger aktiv.  Die Symptome einer dann auftretenden Immunseneszenz können durch mehr Bewegung reduziert werden. Einen anti-entzündlichen  Effekt haben ebenfalls eine kalorienbilanzierte Ernährung mit guter Versorgung mit Mikro- und Makronährstoffen, Schlaf und ein guter Umgang mit Stress.

Wie ältere Menschen in Niedersachsen mehr Impulse bekommen sich zu bewegen, zeigte das Projekt „Aktiv & gesund älter werden“ des LandesSportBunds Niedersachsen e.V. in Kooperation mit der AOK Niedersachsen , dessen Ziel es ist, kommunale Netzwerke sowie zielgruppengerechte Angebote der Bewegungs- und Gesundheitsförderung für ältere Menschen zu etablieren und deren Nachhaltigkeit sicher zu stellen. Nina Panitz stellte einige regionale Initiativen vor und ermutigte jeden Interessierten, sich mit den Sportvereinen in Verbindung zu setzen, die dabei unterstützen können, ähnliche Aktivitäten zu initiieren. In der Pause konnten die Teilnehmer selber den Alltags-Fitness-Test (AFT) ausprobieren, mit dem die alltagsrelevante Fitness älterer Menschen geprüft werden kann. Materialien und Informationen dazu stellt der LandesSportBund auf seiner Webseite zur Verfügung.

Im Vortrag “Klinische Aspekte der Ernährung von Senioren“ von Prof. Dr. med. Rainer Wirth der Ruhr-Universität Bochum stand der Gewichtsverlust im Alter im Mittelpunkt. Eine Abnahme des Gewichts von 1,5 kg pro Jahr zeigte sich als eigenständiger Risikofaktor für eine erhöhte Mortalität, unabhängig von konsumierenden Erkrankungen. Verloren geht vor allem Muskelmasse, was gravierende Folgen im Alltag und einen Verlust an Autonomie hat. Durch Immobilität und Mangelernährung ist besonders bei Krankenhausaufenthalten mit hohen Verlusten an Muskelmasse zu rechnen. Trinknahrung und proteinreiche Shakes können dem entgegenwirken. „Mangelernährung hat viele Ursachen und muss spezifisch therapiert werden“,  bilanzierte Prof. Wirth.

Das Risiko für Mangelernährung zu minieren, sich wohlzufühlen und dabei genussvoll zu essen, ist das Ziel einer positiven Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung für ältere Menschen. Theresa Stachelscheid und Ricarda Corleis de DGE e.V. zeigten die verschiedenen Dimensionen einer bedarfsgerechten und bedürfnisorientierten Ernährung im Alter und stellten die DGE-Qualitätsstandards vor. Diese sind eine konkrete Hilfestellung für Hersteller und Anbieter von Essen auf Rädern und der Verpflegung in Stationären Einrichtungen für SeniorInnen und werden in Kürze aktualisiert veröffentlicht.