Medienpaket jetzt um Patient*inneninfos in türkischer Sprache erweitert:

Für die Ernährungsberatung von Menschen aus anderen Herkunftsländern kann mehrsprachiges Material hilfreich sein. Daher hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) gemeinsam mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) ein Ergänzungsmodul für das Medienpaket „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus Typ 2“ für die Ernährungsberatung und -therapie von Menschen türkischer Herkunft entwickelt und herausgegeben. Es hilft Ernährungsfachkräften in der Beratung und Schulung von Menschen mit nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2 sowie Prädiabetes. Die zum kostenlosen Download bereitgestellten Materialien bestehen aus einem Beratungsleitfaden, Vorlagen, Fotokarten zum Ausdrucken und Patient*innen-Infos.

Da besser auf die Zielgruppe eingegangen werden kann, wenn das Praxisteam mit kulturellen Besonderheiten und Ernährungsgewohnheiten vertraut ist, beinhaltet der Beratungsleitfaden einen kurzen Überblick über die türkische Küche und ihre Tradition sowie über die unterschiedlichen Familienkulturen mit Themen wie Mahlzeitenstruktur, Feste und Feiern, soziale Faktoren und religiöse Aspekte, Urlaub und Freizeit sowie Ideen für die Vorbereitung auf das Beratungsgespräch. Eine Übersicht von in der türkischen Küche häufig verwendeten Lebensmittel und Speisen bietet einen Einblick in die vielfältige Esskultur.

Für die Ernährungstherapie enthält das Ergänzungsmodul ausgewählte Vorlagen und Patient*innen-Infoblätter in türkischer Sprache aus dem Medienpaket „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus. Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2“. Dazu gehören beispielsweise ein Anamnesebogen, ein 24-Stunden-Recall, ein 7-Tage-Ernährungsprotokoll sowie eine Fettaustauschtabelle. Fotokarten mit Lebensmitteln, die besonders in der türkischen Küche Verwendung finden, wie Mantı, Pastırma, Simit, Ayran usw. helfen, die Beratungsinhalte zu vermitteln.

Das Begleitmaterial steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., Presse, DGE vom 30.09.2021