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Nachhaltigkeit: „Ernährung braucht mehr Aufmerksamkeit“

Britta Renner und Achim Spiller machen in dem Beitrag Nachhaltigkeit: „Ernährung braucht mehr Aufmerksamkeit“ auf DGEblog deutlich, dass es aus ihrer Sicht einen Perspektivwechsel braucht, um den Wandel im deutschen Ernährungssystem zu erreichen.

Sie erläutern welche Voraussetzungen dafür nötig sind und erklären, wie wichtig die Ernährungsumgebung im Zusammenhang mit nachhaltigerer Ernährung ist. Renner und Spiller zeigen auf, welchen Beitrag ernährungswissenschaftliche Forschung dazu leisten kann und was eine nachhaltigere Ernährung für die Landwirtschaft bedeutet.

Zudem nennen sie Gründe, die es für Verbraucher*innen in Deutschland erschweren, sich für gesündere Lebensmittel und für mehr Tierwohl zu entscheiden. Das sind u. a. implizite Lernprozesse, die unser Essverhalten prägen, aber auch eine existierende Ernährungsarmut in Deutschland.

Spiller weist darauf hin, dass es mit einem Transfereinkommens bei Hartz IV pro Tag von 5,20 Euro für Verpflegung, für Menschen, die z. B. unter großem Stress stehen, weil sie vielleicht alleinerziehend sind und kleine Kinder haben, nicht zu schaffen ist, sich gesund zu ernähren. Der Fokus müsse sich daher stärker an den Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher*innen orientieren.

Prof. Dr. Britta Renner ist Psychologin an der Universität Konstanz und Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) und Prof. Dr. Achim Spiller, Ökonom am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Georg-August-Universität Göttingen und Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft. Beide gehören dem Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (WBAE) an.

Weitere Informationen: Hier geht es zum DGE-Positionspapier zur nachhaltigeren Ernährung

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., Nachrichten, DGE vom 27.09.2021.