NEUES aus dem IN FORM-Projekt zu Ernährungsarmut im Alter

Zeichnerische Darstellung zum Thema Herausforderungen bei Maßnahmen gegen Ernährungsarmut im Alter. Symbole für Information, Erreichbarkeit und Mittagsessen.

alle Bilder: ©Paula Föhr

Nach der sehr erfolgreichen digitalen Auftaktveranstaltung wurde in beiden Modell-Kommunen der Grundstein für das kommunale Netzwerk „Ernährungsarmut im Alter“ gelegt. Bei den ersten Treffen in der Stadt Braunschweig sowie der Stadt Wunstorf kamen lokale Akteuer*innen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen.

Nach einem kurzen inhaltlichen Input zum Thema Ernährungsarmut wurden die erst im Dezember 2025 veröffentlichten Handlungsempfehlungen gegen Ernährungsarmut vom „Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft – (ZEHN)“ durch Maren Bürster vorgestellt.

Zeichnerische Darstellung zu den Handlungsempfehlungen vom ZEHN. Symbole für Soziale Teilhabe, Informationen und Unterstützung bei der Lebensmittelversorgung.

Anschließend erfolgte ein World Café – ein interaktives Austauschformat – zu vier Fragestellungen, zu dem sich die Beteiligten austauschten. Wir wollten dabei wissen, was wünschen sich die Akteur*innen, und welche Herausforderungen sehen sie, bei der Umsetzung von Maßnahmen gegen Ernährungsarmut. Außerdem interessierte uns, wie die Akteur*innen besser bei Kooperationen unterstützt werden können und wie aus ihrer Sicht die armutsgefährdeten Seniorinnen und Senioren erreicht werden können. Die Ergebnisse der Diskussionsrunden wurden schriftlich von den Tisch-Moderator*innen festgehalten. Paula Föhr begleitete beide Veranstaltungen und hielt die Highlights mittels Graphic Recording fest.

In der Modell-Kommune Braunschweig war die dezentrale Organisation ein großes Thema, insbesondere bei der Frage, wie besser untereinander kooperiert werden kann. Ein Runder Tisch zum Thema Ernährungsarmut war ein Lösungsvorschlag. Neben finanzieller wird auch mehr personelle Unterstützung benötigt. „Wir müssen das Thema Ernährung stadtweit aufgreifen und in die Altenhilfeplanung integrieren“ betont Andreas Kern, Leiter des Seniorenbüros in Braunschweig. Eine Hilfe könnte dabei die geplante digitale Austausch- und Informationsplattform der Stadt sein, um die Maßnahmen digital und niedrigschwellig zur Verfügung stellen zu können.

Zeichnerische Darstellung zur Auftaktveranstaltung zum Projekt "Ernährungsarmut im Alter". Abgebildet sind beteiligte Personen und Organisationen sowie erste Ansätze zu Problemen und Lösungen.
Zeichnerische Darstellung zu gewünschten Maßnahmen gegen Ernährungsarmut im Alter. Maßnahmen umfassen mobile Lebensmittelausgaben, Kochaktionen, Gutscheinsysteme und mehr Unterstützung.
Zeichnerische Darstellung zur Fragestellung wie die Zielgruppe erreicht wird? Vorschläge umfassen typische Anlaufstellen, postalische Einladungen sowie eine persönliche Kontaktaufnahme.

In der Modell-Kommune Wunstorf wurden die Teilnehmenden vom Bürgermeister Carsten Piellusch begrüßt: „Das Thema Ernährungsarmut im Alter ist mir persönlich sehr wichtig und es wird in einer alternden Stadtgemeinschaft immer wichtiger“. Hier stand u.a. das Thema Mobilität im Mittelpunkt. Es wurden beispielsweise Fragen diskutiert, wie wir es schaffen, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, an den angebotenen Maßnahmen teilzunehmen? Und es wurde deutlich, dass es viele Angebote bereits gibt, aber dass vieles zu wenig kommuniziert wird, sodass ein Lösungsvorschlag eine Übersichtskarte mit Angeboten war.

Zeichnerische Darstellung zur Auftaktveranstaltung in Wunstorf zum Projekt "Ernährungsarmut im Alter". Abgebildet sind Statistiken, beteiligte Personen und die Wichtigkeit des Themas.
Zeichnerische Darstellung zu gewünschten Maßnahmen gegen Ernährungsarmut im Alter. Maßnahmen umfassen Kochkurse, Aufklärung, offene Mittagstische und ein Wertewandel.
Zeichnerische Darstellung zu Herausforderungen bei der Umsetzung von Maßnahmen gegen Ernährungsarmut im Alter. Herausforderungen umfassen Scham, Mobilität und Vorhandensein von Rezepten.
Logo "IN FORM Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung". Abkürzung dabei in schwarz, rot und gold geschrieben.

ÜBER IN FORM

Für den im Jahr 2008 vom Bundeskabinett beschlossenen Nationalen Aktionsplan IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung – sind zwei Bundesressorts federführend zuständig: das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Bereich Ernährung und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im Bereich Bewegung. Ziel ist, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Menschen dauerhaft zu verbessern.

Weitere Informationen

Logo des Bundesadlers und Schriftzug "Gefördert durch: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat"

Für die Umsetzung des Projektes erhält die Vernetzungsstelle Fördergelder vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).